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Fachinformation

Kann ich an Wettkämpfen teilnehmen ?


Jeder Boxer muss einen DBV-Startausweises mit Lichtbild und eine ärztliche Boxtauglichkeitsbescheinigung besitzen. Diese muss jedes Jahr erneuert werden.

Vor jedem Wettkampf muß der Boxer den Startausweis vorlegen.

Boxanfänger dürfen bei ihrem ersten Wettkampf das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Es gelten die Wettkampfbestimmungen (WB) des DBV.

Wie lange darf geboxt werden ?

Ab dem 30. Lebensjahr ist weiteres Wettkampfboxen nur mit Zustimmung des Landesverbandarztes erlaubt. Ab dem 37. Lebensjahr ist jedes Wettkampfboxen untersagt.

Altersklassen

Schüler C:  6. Lebensjahr überschritten, aber das 8. noch nicht vollendet
Schüler B:  8. Lebensjahr überschritten, aber das 10. noch nicht vollendet haben
Schüler A: 10. Lebensjahr überschritten, aber am Stichtag das 12. noch nicht vollendet haben.

In den Schülerklassen C und B dürfen keine öffentlichen Wettkämpfe durchgeführt werden.

Kadetten (U15): 12. Lebensjahr überschritten, aber das 14. noch nicht vollendet
Junioren (U17): 14. Lebensjahr überschritten, aber das 16. noch nicht vollendet
Jugend (U19):   16. Lebensjahr überschritten aber das 18. noch nicht vollendet
Männer:             am Stichtag das 18. Lebensjahr überschritten

Stichtag ist jeweils das Kalenderjahr (31.Dezember des Vorjahres).

Leistungsklassen

Wenn ein Kämpfer weniger als sieben Siege errungen hat, zählt er zu den Anfängern.
Mit dem 7. Sieg wird der Kämpfer Fortgeschrittener.
Kämpfer, die auch Kickboxen oder artverwandte Kampfsportarten betreiben, werden als Fortgeschrittene eingestuft.


Kampfkleidung

Der Kämpfer muss mit leichten Sportschuhen , einer Sporthose und einem ärmellosen Trikot bekleidet sein.
Jeder Kämpfer muss einen Tiefschutz und einen Mundschutz tragen. Beim Herausnehmen des Tiefschutzes erfolgt die sofortige Disqualifikation.
Außerdem ist das Tragen eines Kopfschutzes Pflicht. Dieser muss von der AIBA zugelassen und vom DBV mit einem Prüfstempel versehen sein.
Der Kämpfer muss weiche, saubere Bandagen tragen. Sie dürfen höchstens je 2,50 m lang und 5 cm breit sein. Die Bandagen dürfen aus Kambrik, Mull, Trikotschlauch oder Flanell bestehen. Andere Bandagen sind nicht erlaubt.

Der Ring

Alle Kämpfe müssen in einem Ring ausgetragen werden. Dessen Seilviereck muss mindestens 4,90 m und höchstens 6,10 m im Quadrat sein. Hochringe dürfen höchstens 1,22 m hoch sein.
Der Ringboden muss mit einem elastischen Belag verlegt sein, der eine Dicke von 1,5 – 2,0 cm betragen muss.
Umgeben wird der Ring von 3 oder 4 Seilen, die an den Ringpfosten befestigt sind.

Boxhandschuhe

Gekämpft wird mit Boxhandschuhen die auf zehn Unzen geeicht sind (284g). Sie sind ebenfalls mit einem Prüfstempel des DBV versehen.

Ärztliche Untersuchung

Die Boxtauglichkeit ist alljährlich zu überprüfen und hat im Zeitraum vom 01. Dezember des Vorjahres, bis zum 01. Februar des laufenden Jahres zu erfolgen.

Vor jedem Wettkampf wird der Boxer noch einmal auf seine Boxfähigkeit hin ärztlich untersucht.
Stellt der Arzt fest, dass der Kämpfer nicht boxtauglich ist, wird der Kämpfer für die Veranstaltung gesperrt.

Kampfrunden

Die Kämpfe der Junioren- und Männerklasse werden über 3 Runden zu je 3 Minuten ausgetragen, mit je einer Minute Pause zwischen den Runden.
Kämpfe der Altersklassen Jugend gehen über eine Distanz von 4 Runden zu je 2 Minuten, mit einer Minute Pause zwischendurch.
Kämpfe der Altersklasse Junioren und Kadetten gehen über eine Distanz von drei Runden zu je 2 Minuten mit je einer Minute Pause zwischen den Runden.
Kämpfe der Altersklasse Schüler gehen über eine Distanz von 3 Runden zu je 1 Minute mit je einer Minute Pause.
Die Rundendauer für Boxerinnen wird auf 4 Runden zu je 2 Minuten festgelegt, für die Altersklasse Jugend der Boxerinnen auf 3 Runden zu je 2 Minute, für die Altersklassen Junioren und Kadetten der Boxerinnen auf 3 Runden zu je 2 Minuten und für die Altersklasse Schüler der Boxerinnen auf 3 Runden zu je 1 Minute mit jeweils einer Minute Pause zwischen den Runden.

Kampfgericht

Das Kampfgericht besteht aus dem Ringrichter, den Punktrichtern, dem Zeitnehmer und den Mitgliedern des Schiedsgerichts.
Der Ringrichter hat den Kampf zu überwachen, dass dieser regelgerecht durchgeführt wird. Die Punktrichter haben den Kampf zu bewerten. In der Regel werden 3 Punktrichter eingesetzt. Bei Meisterschaften bis zu 5.

Entscheidungen:

Es gibt 9 verschiedene Arten wie ein Kampf ausgehen kann:

1. Sieg durch Niederschlag (KO)
2. Sieg durch Aufgabe des Kampfes
3. Sieg durch Abbruch des Kampfes wegen Kampf- oder Verteidigungsunfähigkeit
4. RSC-Verletzung
5. Sieg durch Punktwertung
6. Unentschieden
7. Sieg durch Disqualifikation des Gegners
8. Sieg durch Nichtantreten
9. Abbruch ohne Entscheidung

Verbotene Handlungen

Verboten ist jeder Angriff unterhalb der Gürtellinie, jede Umklammerung, Treten und Stoßen mit Fuß oder Knie und Beinstellen.
Weiterhin ist es verboten, mit dem Kopf oder der Schulter zu stoßen, mit der Handinnenseite, Handkante oder Rückhand zu schlagen.

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